Menschenrecht: Trinkwasser

Vor allem in Entwicklungsländern stellt der ungehinderte Zugang zu Trinkwasser ein Problem da, aber auch hierzulande kämpfen gerade ältere Menschen, Kinder und Obdachlose – im Sommer – mit den Folgen einer mangelhaften Trinkwasserversorgung.

Denn wer sich im öffentlichen Raum bewegt ist gezwungen, Wasser käuflich zu erwerben oder als Bittsteller aufzutreten, was den meisten Menschen unangenehm sein dürfte. So kommt es Jahr für Jahr vor, dass Menschen z.B. in der Saarbrücker Fußgängerzone auf ärztliche Versorgung, hervorgerufen durch Wassermangel, angewiesen sind. Seit vergangenem Jahr nimmt sich Ingo Wilke mit anderen Ehrenamtlichen, dieser Problematik in der Saarbrücker Fußgängerzone an, ebenso wie die kürzlich gestartete Initiative „Refill Saarbrücken“.

„Was natürlich großartig ist, aber nicht des Problems Lösung sein kann. Viel eher ist es Aufgabe der Stadt bzw. des Landes dafür Sorge zutragen, dass die Gesundheit der Menschen nicht durch Unterversorgung gefährdet ist“, so Sebastian Borchart, Mitglied des Landesprecher*innenrates. Wir fordern daher, die Aufstellung von Trinkwasserbrunnen in sämtlichen saarländischen Kreisstädten, sowie der Landeshauptstadt, insofern solche nicht zur Verfügung stehen. Die Umsetzung sollte natürlich in Rücksprache mit den Ehrenamtlichen, die sich bisher der Thematik Annahmen, erfolgen.

Weiterführend:

Linksjugend [’solid] Saar und Dennis Lander, MdL: „Werben für’s Sterben“ in Jugendmagazin verantwortungslos!

Der Landtagsabgeordnete Dennis Lander, sowie die Linksjugend [’solid] Saar kritisieren das Jugendmagazin „Chilly“ wegen des Abdruckens von Bundeswehrwerbung. Die Jugendzeitschrift, die unter anderem mit Geldern des Ministeriums für Soziales, Frauen, Gesundheit und Familie sowie der Saarland-Sporttoto GmbH gefördert wird, druckte in ihrer aktuellen Ausgabe eine Werbeanzeige der Bundeswehr mit dem Satz „Hier wirst du zum Experten und Führungskraft.“

„Die Bundeswehr investiert schon seit längerem massiv in zielgruppengerichtete Werbung, um Kinder und Jugendliche für die Bundeswehr zu begeistern. In unseren Augen ist das in höchstem Maße verwerflich“, so Dennis Lander. „Die Werbeanzeigen oder auch Internetformate wie das Reality-Format ‚Die Rekruten‘ auf Youtube verherrlichen die Aktivitäten der Bundeswehr. Das Töten von Menschen sowie die Gefahr, selbst getötet zu werden, werden mit coolen Sprüchen und actiongeladenen Bildern übertüncht.“ Das Handeln der Redaktion des Chilly-Magazins findet der Jungpolitiker verantwortungslos.

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Koalitionsvertrag der Großen Koalition im Saarland: Fünf Jahre politischer Stillstand

Es ist nicht so, dass wir viel vom Koalitionsvertrag erwartet hätten, aber dennoch zeigen die Eckpunkte des Koalitionsvertrags von CDU und SPD, dass die saarländischen Wähler*innen das bekommen, wofür sie sich mehrheitlich entschieden haben: Ein „Weiter so“ ohne jegliche größere Veränderung.

Dabei haben beide von ihren zentralen Forderungen im Wahlkampf deutlich abrücken müsen: So hatte z.B die SPD im Wahlkampf groß die Wahlfreiheit zwischen G8 und G9 gefordert, jetzt bleibt G8 und es wird eine „Kommission“ gebildet, welche die Notwendigkeit der Wahlfreiheit prüfen soll. Bleibt also alles beim Alten. Eine andere zentrale Forderung der SPD war die Beitragsfreiheit für Kitas. Hier soll es nun eine schrittweise und über mehrerer Jahre verteilte Mini-Entlastung geben, die wohl kaum merkbar im Geldbeutel von Familien ankommen dürfte.

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