Karfreitag: Und jährlich grüßt das Tanzverbot

Anlässlich des anstehenden christlichen Feiertags Karfreitag diese Woche erneuert die saarländische Linksjugend ihre Forderung nach einer Aufhebung des Tanzverbots an religiösen Feiertagen.

Dennis Kundrus, Mitglied im Sprecherrat der Linksjugend Saar, erklärt dazu: „Seit Jahrzehnten machen sich linke, aber auch liberale politische Gruppen dafür stark, das überkommene Verbot des rhythmischen Bewegens an diesem und anderen christlichen Feiertagen abzuschaffen. In den meisten Bundesländern, auch im Saarland, gilt es aber immer noch unentwegt. Wir werden nicht müde, die immer gleichen Argumente auch dieses Jahr nochmals zu wiederholen: Das Tanzverbot passt nicht zu unserer Auffassung einer Trennung von Staat und Kirche sowie unserem Verständnis von Religionsfreiheit.“

Dabei stehe es selbstverständlich jedem Menschen frei, an diesen Tagen zur Ruhe zu kommen, zu beten und seinen Glauben auszuleben. Dies dürfe aber nicht dazu führen, dass andere Menschen daran gehindert werden, dies nicht zu tun und stattdessen anderen Tätigkeiten, wie beispielsweise dem Tanzen, nachzugehen. „Selbst im traditionell erzkatholischen Italien wurde das Tanzverbot inzwischen aufgehoben. In Deutschland, wo die Gruppe der Konfessionslosen inzwischen größer ist als die Gruppe der Katholiken oder der Evangelischen, hält man jedoch weiter daran fest“, so Kundrus weiter. „Wir fordern daher abermals, das Tanzverbot aufzuheben. Es ist unzeitgemäß, bevormundend und widerspricht unserer Auffassung nach der Religionsfreiheit, die auch als die Freiheit, ohne Religion zu leben verstanden werden muss.“

Die saarländische Linksjugend fordert in ihrem Statement dazu auf, sich dem Tanzverbot bis zu dessen Aufhebung zu widersetzen – und proklamiert, frei nach der Popkünstlerin Lady Gaga: „Just dance!“

Landtagswahl 2017: Danke für Eure Unterstützung!

Auch wenn wir uns einen anderen Wahlausgang gewünscht hätten – für uns als Linksjugend war dieser Wahlkampf ein Erfolg. Es ist uns gelungen, mit eigenen Schwerpunkten gezielt junge Menschen zu erreichen, haben neue Mitglieder gewinnen können, und haben unseren Teil dazu begetragen, dass dort, wo wir besonders intensiv Wahlkampf gemacht haben, teilweise sogar die Wahlergebnisse für die Partei DIE LINKE gestiegen sind.

Außerdem zieht mit Dennis Lander ein Abgeordneter aus der Linksjugend in den Landtag ein – Herzlichen Glückwunsch, Dennis! Auch wollen wir uns bei allen Menschen bedanken, die uns geholfen haben diesen Wahlkampf zu führen, die auf der Straße oder im Netz ihre Solidarität bekundet und unsere Partei letztendlich gewählt haben. Ihr seid spitze!

Solidarität mit den im Saarland lebenden Kurd*innen

Am 21. März feiern die Kurd*innen ihr Neujahrsfest, Newroz-Fest genannt. Wir wünschen allen Kurd*innen, dass sie Newroz friedlich und frei begehen können! Gleichzeitig solidarisieren wir uns besonders mit den Saarbrücker Kurd*innen.

In den letzten zwei Jahren durfte das Kurdische Gesellschaftszentrum Saarbrücken das Newroz-Fest im Saarbrücker Rathaus feiern, doch dieses Jahr hat die Stadtverwaltung, so berichtet die Saarbrücker Zeitung, den Mietvertrag kurzfristig gekündigt mit der Begründung, dass die Veranstaltung kein kulturelles, sondern eine politisches Fest werden sollte. Grund soll die Einladung zur Veranstaltung sein, bei der von einem ,,Fest des Widerstandes und des Kampfs um Selbstbestimmung“ die Rede war. Auch dass ein Abgeordneter der HDP sprechen sollte, der vor der Verfolgung in der Türkei geflohen ist, kann in unseren Augen nicht zur Einstufung als Wahlkampfveranstaltung führen.

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Linksjugend [’solid] Saarland unterstützt die DGB-Jugend in ihren Forderungen zur kommenden Landtagswahl

Vor wenigen Tagen hat die DGB Jugend Rheinland-Pfalz/Saarland ihre Forderungen zur kommenden Landtagswahl vorgestellt. Und wenn man ihre Vorschläge so betrachtet, dann klingen diese sicher nicht nur uns überzeugend.

So gibt’s vor allem in den Bereichen (Aus-)Bildung und ÖPNV große Überschneidungen mit unseren Ideen für die nächste Landesregierung. Wie auch wir fordert die DGB-Jugend einen kostenlosen Nahverkehr sowie eine Verbesserung der Lage von Lehrenden und Lernenden und bessere Möglichkeiten zur Aus- und Weiterbildung, sowohl im schulischen als auch im betrieblichen Umfeld. Wir begrüßen zudem den Ruf nach freien Tagen zur Freistellung für Bildung und ehrenamtliches, auch soziales Engagement. Überdies sollte man ihre Forderung nach mehr Mitbestimmung in Lehre und Betrieb direkt auch vor Ort zu berücksichtigen wissen.

Um es klar zu sagen: Die Wünsche der DGB-Jugend lesen sich für uns als eine Wahlempfehlung für DIE LINKE. im Saarland. An einer solchen könnte sich schließlich auch der DGB Rheinland-Pfalz – Saarland ein Beispiel nehmen. Nichtsdestotrotz freuen wir uns, dass die DGB-Jugend für starke, linke Positionen streitet. Glück auf, Genoss*innen! Und am 26. März für die stimmen, die wirklich eure Interessen vertreten.